Gesehen, gelesen, gedacht. Für Sie zur Inspiration.

Gasträume. Temporäre Kunst auf öffentlichen Plätzen Zürichs
Lori Hersbergers Glaskulptur Dystopia Stalker am Paradeplatz provoziert. Bereits kurz nach der Vernissage waren nicht nur die bewussten Zerstörungen des Künstlers zu sehen, die dank Sicherheitsglas und -folie bloss Sprünge, aber keine Brüche verursachten. Bald waren Glaswände zertrümmert und herausgebrochen. Der Glaserei-Pikettdienst war bereits mehrfach im Einsatz. Was ist an Hersbergers Werk so provokant? Dass der Künstler die bunten Scheiben selber zerstört (wenn auch in ästhetischer Form)? Animiert Versehrtes zu dessen Vernichtung? «Ist ja schon hin, dann dürfen wir auch!».

Wie schön muss Kunst sein? Wie frei darf sie sein? Was oder wer muss alles überwacht werden? Lori Hersberger stellt mit seinem Werk Dystopia Stalker gesellschaftliche Entwicklungen zur Diskussion. Bis 8. September.