Führungen, Vorträge, Kunstgespräche.

RIEN NE VA PLUS? NEIN!
Kultur hat abrupt keine Öffentlichkeit mehr. Doch es regen sich allerorten Ideen für Gutes und Schönes. Elias Amidon, Sufimeister und Meditationslehrer, sagt über die Schönheit:
When we perceive something beautiful we allow our hearts to be vulnerable to its force. To truly see beauty we must be open to it, to let it touch our hearts. It is easy to recognize that peope whose hearts are anxious and defended are people deprived of beauty.
Sinngemäss: Nehmen wir etwas Schönes wahr, erlauben wir unseren Herzen, berührbar zu werden gegenüber dieser Kraft. Und in der Angst sind wir schwer zugänglich dafür. Öffnen wir uns also immer wieder für das Schöne, zum Beispiel für dieses kraftvolle Bild von Jean Dubuffet.

Und sollte es Ihnen zuviel werden an virtuellen Bildern und gestreamten Konzerten: Stellen Sie sich den Klang der Stille vor. Oder ein blütenreines weisses Bild.

NEU: ELSE LASKER-SCHÜLER. Dichterin, Künstlerin und Traumtänzerin am Abgrund

Die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) ist eine schillernde Figur und herausragende Vertreterin des literarischen Expressionismus in Berlin. Sie schuf sich ein Alter Ego als «Prinz Jussuf von Theben», und ihre Auftritte waren regelrechte Performances. Sie war auch eine talentierte Zeichnerin und verknüpfte kunstvoll Schrift und Bild. Geistesgrössen wie Karl Kraus, Gottfried Benn sowie Franz Marc von der Gruppe «Blauer Reiter» waren ihre Freunde. Mit Letzterem pflegte sie regen Briefwechsel mittels künstlerisch gestalteter Postkarten. Öfters kam Lasker-Schüler in die Schweiz, und ab 1933 bis 1939 lebte sie hier im Exil. In Zürich, wo sie sich mehr schlecht als recht versorgen konnte, erschien 1937 in der NZZ erstmals ihr berühmtes Gedicht «Mein blaues Klavier».

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WEITERHIN: SUZANNE VALADON. Muse, Modell und Künstlerin um 1900 in Paris-Montmartre

Suzanne Valadon (1865-1938), Tochter einer französischen Näherin, musste früh zum Lebensunterhalt beitragen. Im Künstlerviertel Montmartre wurde sie bald Muse, Modell und Geliebte von Renoir, Toulouse-Lautrec und anderen. Mit 18 Jahren wurde sie Mutter. Sie hatte grosses zeichnerisches Talent, das von Edgar Degas erkannt wurde; bei ihm lernte sie die Technik des Radierens. Dann begann sie autodidaktisch zu malen. Valadon schuf Stillleben und Porträts und gilt als Pionierin der realistischen Aktmalerei. Die Mutter des Malers Maurice Utrillo hinterliess ein Oeuvre von rd. 500 Gemälden und 300 Arbeiten auf Papier. Ein unkonventionelles Leben und Werk, wie es nur in Paris möglich war!

Bildvortrag ca. 1.5h, für Institutionen oder im informellen Rahmen: 079 562 57 17 oder mr@mariettarohner.ch


ANGELIKA KAUFFMANN. Berühmteste Malerin und Geschäftsfrau im Europa des 18. Jh.

Angelika Kauffmann (1741-1807) wurde in Chur als Malertochter geboren und als Wunderkind gefördert. Sie lebte und malte in Rom und London und fand als eine der ersten Frauen Aufnahme an die Royal Academy of Arts. Sie war hoch gebildet, mehrsprachig und verkehrte mit Dichtern, Denkern und Adeligen in ganz Europa. Goethe gehörte zu ihren Freunden. Kauffmann feierte internationale Erfolge als Porträt- und Historienmalerin. Ihre antiken Motive waren bei Zeitgenossen so beliebt, dass sie vielfach in Stichen kopiert wurden und Kauffmann die Tantiemen einstrich – ja, die Motive erschienen sogar auf Porzellan, Salontapeten und Ofenkacheln! Eine grosse klassizistische Künstlerin und eine geschäftstüchtige Frau, deren Werk zu Höchstpreisen gehandelt wurde. 

Bildvortrag 1.5h, für Institutionen: 079 562 57 17 oder mr@mariettarohner.ch